no_water_no_enemy.md – Omi ò ní ọ̀tá (Water no get enemy)

"Water no get enemy." — Fela Kuti

1) Leitmotiv

  • Wasser ist Quelle, Speicher, Transport und Rhythmus.
  • Man kann Wasser nicht „besiegen“, nur mit ihm arbeiten.
  • Im Crumbforest heißt das: Energie = Resonanz, nicht Beherrschung.

2) Brücke (Senegal ↔ Hamburg ↔ Wald)

  • Senegal: offener Klangraum – Eulenruf hĂśrbar, Wasser trägt Alltag.
  • Hamburg: Versiegelung, Licht, Lärm – Wasser in Rohre gesperrt, Eule verstummt.
  • Wald: Nullfeld. Hier lernen KrĂźmel, mit Wasser zu zählen, zu hĂśren, zu leuchten.

3) Pädagogische Prinzipien

  1. Sicherheit vor Spiel: Wasser + Strom nur mit Kleinspannung (USB/Powerbank), keine Netzspannung, FI/Schutz, trockene Hände.
  2. Reversibilität: Nichts ist endgßltig; alles steckbar, rßckbaubar.
  3. Transparenz: Fragen vor Antworten; Messwerte sichtbar (KrĂźmelLog/LED).
  4. GemeinnĂźtzigkeit: Wissen teilen; Badge zum Mitnehmen.

4) Mini‑Workshop (45–60′)

Ziel: Wasser als Rhythmus & Energie sichtbar machen.

  • Warm‑up (5′): Call‑and‑Response → Water? — No enemy! (nur als Ruf, kein Gesangtext).
  • Safety (3′): USB‑Power, trockene Hände, keine offenen Drähte.
  • Setup (7′): D1 mini/ESP32 mit WLED; LED‑Streifen in Ast (WaldbrĂźcke).
  • Experiment A (10′) – Drip‑Sequencer: Tropfen aus Flasche auf Piezo/Water‑Sensor → WLED Pattern‑Tick (BPM = Tropfen/min).
  • Experiment B (10′) – Leitfähigkeit: Zwei Edelstahl‑Elektroden im Wasserbecher → Analog‑Eingang misst Leitwert → LED‑Helligkeit. (Nur Kleinspannung!)
  • Experiment C (10′) – Kapillar‑Regenbogen: KĂźchenpapier zwischen farbigen Wasserbechern → Kapillarfluss = Farbmix → dazu langsame LED‑Farbwelle.
  • Reflexion (5′): „Was hat dein Wasser heute gezeigt?“ → KrĂźmelLog.

5) Technik‑Skizze

  • Hardware: D1 mini/ESP32, WS2812‑LEDs (10–30), Piezo/Water‑Sensor, 1× USB‑Powerbank, Dupont‑Kabel, Becher, Flasche, Papier.
  • Software: WLED (Audio/Analog‑Trigger via Usermod mĂśglich) oder einfacher Sketch → Sensorwert → UDP/JSON an WLED Presets.
  • Mapping: Tropfen = Tick, Leitwert = Helligkeit, Kapillarstand = Farbindex.

6) Rollen & Symbolik

  • Eule: Bewahrt Ruhe, schaut auf Sicherheit & RĂźckweg.
  • Vector: Zählt Tropfen/BPM, zeichnet Kurven.
  • Bugsy: Erklärt Fehltrigger (Spritzer ≠ Dauerpegel).
  • Snake/Dumbo: Minimal‑Code/SQL fĂźr Log & Mittelwerte.
  • FunkFox/Schnippsi: UI/Beat‑Visuals; Double‑V‑Geste als Start.

7) Messideen (Regenbogen‑Zählmaschine)

  • Impulsdichte: Tropfen pro Minute (BPM).
  • Kohärenz‑SprĂźnge: Wechsel von Chaos→Pattern (gleichmäßiger Tropfen).
  • Resonanzketten: Tropfen → LED → Tanz → neues Tropfmuster.

8) Badge & Übergabe

  • Jedes Kind erhält eine „Omi Badge“ (kleine blaue Perle + 3‑Pin‑JST).
  • Übergabesatz: „Mein Wasser hat heute keinen Feind – es hat geleuchtet.“

9) Erweiterung (90–120′)

  • Hydrophone‑Glas (Mikro in Zip‑Beutel) → Tropf‑Sound aufnehmen (nur leise Lautstärke).
  • Mikro‑Turbine (Spielzeug) → LED kurz aufblitzen lassen; Hinweis: Show, nicht Versorgung.
  • Gemeinschaft: Zwei Tropfer synchronisieren → Sinawali links/rechts.

10) Ethik & Zukunft (200 Jahre)

  • Ohne Wald kein Wasser‑Gedächtnis → keine Fragen.
  • Wasser will Zusammenarbeit, nicht Kontrolle.
  • Unsere Geräte bleiben demĂźtige Übersetzer: sichtbar, hĂśrbar, rĂźckbaubar.

Hinweis zu Text & Rechte: Die Zeile „Water no get enemy“ ist eine kurze Referenz an Fela Kuti; wir nutzen sie als pädagogisches Motiv ohne Liedtext‑Wiedergabe.